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Vereinsnachrichten |
Jahreshauptlehrgang in Wentorf, 07.~11.04.2006
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1. Jahreshauptlehrgang der DIV
Vom 7. bis 11. April 2006 nahmen über dreißig Iaidokas aus ganz Deutschland am ersten Jahreshauptlehrgang der Deutschen Iaido Vereinigung (DIV) in Wentorf teil. Ausrichtender Verein war der Hakushinkai Hamburg, der in Wentorf wieder einmal einen idealen Trainingsort zur Verfügung stellen konnte. So waren die Rahmenbedingungen für ein geselliges Miteinander und einen intensiven Austausch innerhalb der Iai-Gemeinschaft ganz hervorragend. An fünf intensiven Trainingstagen lehrte Karl-Heinz Lübcke die ganze Welt des Iai. In einer fein abgestimmten Balance von fester körperlicher Stabilität und dynamisch schwingender Leichtigkeit floss die jahrzehntelange Erfahrung vom Lehrer zu den Schülern. Wieder waren wir fasziniert von der Stimmigkeit und Tiefe der Erfahrungen, die wir in den fünf Tagen machen konnten. Keine Frage blieb offen, kein Zweifel ungeklärt. Höhepunkte des Jahreshauptlehrgangs waren die Prüfungen am Sonntag, das anschließende Tameshigiri mit einem neuen Schwert und die gemütliche Feier mit anschließender Mitgliederversammlung der DIV am Sonntagabend. Insgesamt 11 Prüflinge stellten sich den hohen Anforderungen der Prüfungsordnung der DIV. Bei den Prüfungen vom 3. Kyu bis zum 5. Dan beeindruckte das durchgängig hohe Niveau. Bei jeder Graduierung war im Verhältnis zur vorangegangenen deutlich eine weitere Qualitätssteigerung erkennbar. Stefan Beling (4. Dan) und Norbert Rübenkamp (5. Dan) zeigten sehr weit fortgeschrittenes Ki-ken-tai-ichi. (die Einheit von Geist , Körper und Schwert). Und auch Timo Jensen (3. Dan) wurde vom Prüfungskomitee hervorgehoben durch sein besonderes technisches Können. Schon am Nachmittag konnten alle Prüflinge ihre wunderschönen Urkunden stolz in Empfang nehmen. Das anschließende „Badematten-Schneiden“ mit einem nagelneuen, höllisch scharfen Schwert beeindruckte Anfänger wie alte Hasen gleichermaßen. Bei richtiger Technik glitt es „wie Butter“ durch die fest gerollten Matten. Wieder einmal wurde deutlich erfahrbar, wie wenig man sich anstrengen muss, um einen exakten Schnitt auszuführen. Am Abend waren dann alle so schön entspannt und ausgelassen. Die liebe Bärbel Lübcke hatte alle Töpfe und Pfannen mobilisiert und zusammen mit fleißigen Helfern ein Festmahl gezaubert. Wie schön, dass man sich in Wentorf wie zu Hause fühlen kann. In der abschließenden Fragestunde am Dienstagmittag regten sich dann nur noch wenige Unermüdliche, die meisten waren „abgefüllt“ für die kommenden Wochen und Monate. So vieles gibt es jetzt wieder zu Hause in das Training einzuarbeiten. Bis diese starke Welle neuer Erkenntnisse wieder ausgerollt ist und der nächste Lehrgang vor der Tür steht – am 7. und 8. Oktober 2006 in Mölln in der Iai-Gruppe um Klaus-Dieter Schulz. Bis dahin ganbatte!(etwa: bitte ausharren und Ihr Bestes tun). (uf)
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JHL 2006 Der Lehrgang: Die Halle erzitterte, Schweißperlen tropften zu Boden und Schwerter schnellten durch die Luft. Tatort war die Realschule in Wentorf und das Motiv: der 1. Jahreshauptlehrgang der Deutschen Iaido-Vereinigung (DIV). Fünf Tage lang gab unser Sensei Karl-Heinz Lübcke alles, um den angereisten Iaidokas die Grundlagen und „Geheimnisse“ des Iaido (Seitei und Hasegawa Eishin Ryu) zu vermitteln. Unterstützt wurde er dabei von seinen „ältesten“ Schülern: Klaus-Dieter Schultz, Übungsleiter bei der MSV, Ulrich Bachmann Übungsleiter im Hakushinkai Lüneburg, Dirk Weinem, Übungsleiter aus dem Dojo für Bewegungskunst in Raesfeld, Ulrich Fenger und Norbert Rübenkamp, beide Übungsleiter im Hakushinkai Hamburg Jeder Trainingstag wurde traditionell mit dem Angrüßen der Kamiza, des Sensei und des Schwertes begonnen. Anschließend folgten Grundübungen wie Chiburi, Noto und unterschiedliche Suburi-Übungen. Schon hierbei wurde explizit auf die richtige Koordination von Körper und Schwert geachtet. Der Beginn des Lehrgangs setzte bei den Grundlagen an. Z.B., wo hat der Schwertgriff vor dem Ziehen zu sitzen? Welchen Weg soll die Klinge beim großen Chiburi nehmen? Bevor es an die eigentlichen Katas ging, wurden die wichtigsten Punkte in anschaulichen Vorführungen und Suburi-Übungen herausgearbeitet. Beispielsweise bei Mae der richtige Beginn der Kata, bei Ushiro das zur Drehung passende Ziehen des Schwertes oder bei Kesa Giri die harmonische Bewegung beider Schnitte. Es folgten die 12 Kata der Seitei: Lübcke Sensei demonstrierte und erklärte jede Kata einzeln, insbesondere der Aufbau, der Verlauf und das Timing standen im Fokus. Es wurden viele Fragen beantwortet und bei so manchem hörte man ein erleuchtetes: AAHH, so ist das also! Anschließend hatte man die Möglichkeit, die gewonnene Einsicht praktisch umzusetzen. Wobei der Sensei oder ein Sempai uns auch weiterhin helfend zur Seite stand. Um beim ganzen Üben einen „Lehrgangsalltag“ zu vermeiden, wurden die Übungen aufgemischt, so z.B. durch die Kata Morote Tsuki. Hierbei wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und einander gegenüber gestellt. So hatte jede Gruppe abwechselnd Morote Tsuki unter den Augen der anderen Gruppe vorzuführen, dabei stieg das Tempo etappenweise. Die Kata wurde wortwörtlich „atemberaubend“ schnell und lockerte die ernste Übungsatmosphäre wieder auf. Am Ende des 4. Trainingstages fand die Seitei mit einer Embu den Abschluss. Unterteilt nach Graduierung zeigten wir, was wir die letzten Tage gelernt hatten. Deutlich war der Unterschied zwischen den einzelnen Stufen erkennbar. Wie beeindruckend die Seitei nach ca. 30 Jahren Training sein kann, präsentierte uns unser Sensei bei einer Vorführung aller 12 Kata. Am letzten Tag des Lehrgangs widmeten wir uns der Hasegawa Eishin Ryu. Schnell wurde klar, dass diese Bewegungsfrequenzen einen wesentlich schnelleren und flüssigeren Ablauf verlangten. Die Grundlagen von Iaido - die Beherrschung von Körper und Schwert - war Bedingung für diese Art von Kata. Ukigumo, Yamaoroshi, Iwanami und Takiotoshi wurde für uns Anfänger Schritt für Schritt erklärt, so dass wir zumindest den theoretischen Ablauf umsetzen konnten. Abschließend wurden alle Kata der Hasegawa-Schule von den höheren Dan-Trägern vorgeführt. Dabei führte der eine Teil die Formen als einheitliche Trainingseinheit (ohne Pausen und mit fließendem Übergang zur nächsten Kata) und der andere Teil alle Kata einzeln auf. Wir verstanden: da gibt es noch viel zu tun … üben, üben, üben. Sonntag, der 09.April: Prüfungen, Tameshigiri und die Jahreshauptversammlung der DIV Die diesjährigen Prüfungen erfolgten auf der Grundlage der Prüfungsordnung der DIV. 12 Prüflinge in der Spanne 3. Kyu bis 5. Dan standen am Sonntagvormittag bereit, um zu beweisen, dass sie der angestrebten Graduierung auch würdig sind. Hinter ihnen lagen Monate des Trainings und der Vorbereitung. Die Prüfungen ab dem 1. Dan erfolgten einzeln. Die Anspannung war deutlich zu spüren. Jeder von uns versuchte, sein Bestes zu geben, was angesichts der steigenden Nervosität und der 5 Prüfer vor einem nicht einfach war. In einer Zeitspanne von 6 Minuten waren die Kata, eingebettet in Reishiki, zu zeigen. Ab dem 3.Dan wurde neben dem technischen Können auch das Kimochi geprüft. Nach ca. 1,5h waren die Prüfungen vorbei. Nach Beratung verkündeten die Prüfer das Bestehen aller Prüflinge und Lübcke Sensei ergänzte, dass diesmal auch die Abstufungen zwischen den einzelnen Graden besonders anschaulich zu erkennen gewesen seien. Lob über das hohe Niveau erhielten nicht nur die Prüflinge, sondern auch deren Sensei. Erleichterung und Freude machten sich breit. Besonders Timo Jensen vom Hakushinkai Hamburg beeindruckte durch seine Leistungen, er erhielt neben der Urkunde zum 3.Dan eine weitere, als Anerkennung für seine besonderen technischen Fähigkeiten. Am Nachmittag stand Tameshigiri auf dem Plan. Hierfür wurden eingeweichte Bastmatten auf einen Pflock gesteckt und mit einem Shinken zerschnitten. Für viele von uns war es das erste Mal überhaupt. Plötzlich hatte man ein scharfes Schwert in der Hand und sollte damit auch noch schneiden. Da wurde der Satz „Schneiden, nicht hacken!“ lebendig und spürbar! Viele Anfänger versuchten sich mehrmals und waren überrascht, als das Schwert wie Butter durch die Matte glitt, kaum spürbar und ganz leicht. Ins Staunen gerieten wir, als Bettina Baumgarten aus dem Hakushinkai Lüneburg neben der Bastmatte auch gleich die Spitze des Pflocks abschnitt, die immerhin aus ca. 2 cm breitem Holz bestand. Das Schwert blieb dabei unbeschädigt. Bravo: ein sauberer Schnitt! Am Sonntagabend trafen sich die Mitglieder der DIV zur ersten Jahreshauptversammlung. Themen wie Vorstellung des Vorstandes oder Wahl des Kassenwarts sowie Fragen der Mitglieder standen auf der Tagesordnung. Es wurde viel geredet und debattiert, jeder konnte seine Meinung darlegen und sich erklären. Zu vielen Punkten gelang eine Einigung. So waren alle der Meinung, dass der Jahreshauptlehrgang im Vergleich zu den anderen Lehrgängen mit der Länge von 5 Tagen immer noch hervorstechen sollte. Lediglich eine Erhöhung der Trainingsstunden pro Tag und ein wechselnder Austragungsort wurden für die Zukunft in Betracht gezogen. Gerade dieser Abend und die offene Aussprache stärkte die gute Atmosphäre und das Gemeinschaftsgefühl. Da viel reden auch hungrig macht, arbeitete Bärbel Lübcke im Vorfeld fleißig mit dem Kochlöffel. So endete der Sonntag mit einem geselligen Abend mit gutem Essen und interessanten Gesprächen. (j.k & c.w.)
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